Samsung stellt Displayauslieferung an Apple ab 2013 ein

Wer die Begriffe Samsung und Apple hört, denkt als aller erstes an Patentstreits und Rivalität. Allerdings verbindet die beiden Firmen eine Partnerschaft: Samsung liefert einen nicht unerheblichen Teil der Displays für iDevices an Apple. In den vergangenen Sechs Monaten lieferte Samsung 15 Millionen LCDs an die Firma aus Cupertino. Die anderen Zulieferer, LG und Sharp, liegen mit 12,5 respektive 2,8 Millionen weit hinter dieser Zahl.

Wie die Korean Times berichtete ist damit nun aber Schluss. Bereits im dritten Quartal hat Samsung nur weniger als 3 Millionen Displays ausgeliefert, im vierten Quartal wird diese Zahl laut einer vertrauenswürdigen Quelle auf 1,5 Millionen sinken.

Die Gründe für die Trennung sind zum einen natürlich die Spannungen und das verlorene Vertrauen durch die Rechtsstreits und zum anderen sind Apple Samsungs Displays anscheinend zu teuer. Ein Offizieller Samsungs, der namentlich nicht genannt werden will sagte dazu dass es Samsung “nicht möglich ist LCD-Bildschirme mit großen Preisdiscounts an Apple auszuliefern.” Samsung habe seine Stückzahlen für Lieferungen an Apple bereits gesenkt und nächstes Jahr werde die Firma aufhören, Displays an Apple auszuliefern.

Für das iPad Mini, das heute auf einer Keynote vorgestellt wird, wird Samsung überhaupt keine Displays mehr liefern. Die Produktion müssen sich LG und Sharp nun untereinander aufteilen. Samsung selbst hat mit Amazon einen anderen starken Partner gefunden, der die Gewinnlücke, die durch die Beendigung des Vertrages mit Apple entsteht, wieder schließen soll.

Es wird interessant sein zu sehen, ob Sharp und LG mit der Produktion der iPad Mini Displays hinterherkommen und ob es vereinzelte Fehler wie dem Gelbstich beim iPad 3 geben wird. So gerne man sein iPad Mini auch frühzeitig in der Hand halten will wäre es aus diesem Grund klüger zu warten, bis die Produktion richtig in die Gänge kommt.